Kunstturnen ist der Hochleistungssport an
den olympischen Turngeräten. Die Frauen
bestreiten ihre Bewerbe an den vier Geräten
Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und
Boden. Die Männer turnen an den sechs
Geräten Boden, Pauschenpferd
(=Seitpferd),
Ringe, Sprung, Barren und Reck. Es gibt
Mannschaftsbewerbe, Einzelmehrkämpfe und
Wettkämpfe an jedem einzelnen Gerät. Bei Olympischen Spielen und bei
den Welt- und
Europameisterschaften werden in insgesamt 14 Bewerben Titel
und Medaillen vergeben.
Kraftstrotzende
Gummimenschen ?
Gute Kunstturner/innen zeichnen sich besonders durch eine
Vielzahl motorischer Fähig-
keiten (Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Gewandtheit) und
durch ein Höchstmaß an
Koordination aus. Um an die Spitze zu gelangen, sollte bereits
frühzeitig mit geregeltem
(spielerischen) Training begonnen werden. Denn das
Höchstleistungsalter im internati-
onalen Kunstturnen beträgt bei den Männern ca. 19 bis 30 Jahre, bei den Frauen sogar
nur ca. 17 bis 26 Jahre. Doch benötigt es zumindest acht
bis zehn Trainingsjahre, um
kunstturnerisches Topniveau erreichen zu können.
Leistungszentren in
Österreich
Während man in den meisten österreichischen Turnvereinen
das Gerätturnen als Freizeit- und Hobby(wettkampf)sport für viele Altersschichten
anbietet, existieren in Wien, Linz, Inns-
bruck, Dornbirn, St. Pölten,
Klagenfurt und m.E. in Leonding und Graz sogenannte "echte" Kunstturn-Leistungszentren.Die Welt der "Schnitzelgruben"
Diese "echten" Kunstturn-Leistungszentren sind durch Hallen mit fix
verankerten Geräten gekennzeichnet (allein dadurch erspart man sich viele viele wertvolle
Stunden des Her- und Wegräumens), aber auch durch sogenannte "Schnitzelgruben"
(das sind mit Schaumstoff"schnitzeln" gefüllte ca. 2m tiefe Gruben im
Hallenboden, über denn die Geräte angebracht sind: Auch bei schlimmen Stürzen während
der Lernphase neuer Übungen landet man in Schnitzelgruben gefahrlos und sicher). |
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In den Kunstturn-Leistungszentren kann unter
professionellen und international konkurrenzfähigen Bedingungen trainiert werden. Zu
ihren Infrastruktur-Highlights zählen beispielsweise begleitende Schulmodelle (URGs
und BORGs für
Spitzensportler), die den jugendlichen Athlet/inn/en 2x tägliches Training ermöglichen. Übrigens: Die oben erwähnten "Schnitzelgruben" gibt es
österreichweit darüber hinaus in rund einem Dutzend privater Vereinsturnhallen. Das ist
gar nicht mal so schlecht. Dem gegenüber existieren aber beispielsweise allein in Houston
(Texas) und seiner nahen Umgebung rund fünfzig (50 !) Hallen mit Schnitzelgruben:
"Have a happy Handstand !"
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