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Letztes
Update:
20.10.2011
Impressum |
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Welche Geräte werden von
Frauen im Kunstturnen verwendet ? Welche Anforderungen werden gestellt ?
Hier erfahren Sie
mehr:

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Sprung:
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Die unterschiedlichen Sprünge im Frauenturnen sind
entsprechend ihren verschiedenen Körperpositionen und Bewegungsformen in
fünf Kategorien
aufgeteilt. Je nach dem von der Turnerin ausgewählten Sprungtyp müssen spezielle
Anforderungen erfüllt werden, die in den internationalen Wertungsvorschriften detailliert
aufgelistet sind.
Ein erfolgreicher Sprung beginnt mit einem schnellen Anlauf von
maximal 25 Meter Länge. Die Besten besitzen einen sehr "explosiven" Absprung
vom federnden Sprungbrett, um danach in der "ersten Flugphase" in enormer
Geschwindigkeit die Füsse über den Kopf zu bringen und mit den Händen
Kontakt am Sprunggerät zu erhalten. Während der folgenden kurzen
Stützphase (bei der sich die Turnerin kräftig vom Gerät abdrückt),
beurteilen die Kampfrichterinnen die Körperhaltung, sowie die Position
der Schultern und der Arme. Komplizierter für die Jury wird es während
der anschließenden "zweiten Flugphase" und der Landung. Je höher und je
weiter die Turnerin durch die Luft fliegt, desto besser ist es. Und je
mehr Salto- und Schraubendrehungen sie in die zweite Flugphase
integriert, desto höher ist üblicher Weise der Schwierigkeitsgrad ihres
Sprunges.
Internationale Erfolge am Einzelgerät Sprung kann man nur erreichen,
wenn man zwei verschiedene Sprünge zeigt, nämlich einen mit
Vorwärtssalto und einen mit Rückwärtssalto.
Das Sprunggerät selbst ist weltweit seit
Jahresbeginn 2001 ein neuer Tisch (der vom Österreicher
Mag. Helmut Hödlmoser erfunden wurde). Das frühere Sprungpferd
steht nun im Stall. Der Tisch
ist 125 cm
hoch, 95 cm breit und 120 cm lang.
Für den Absprung wird ein eigenes Sprungbrett verwendet,
dessen Wurfkraft jedoch deutlich unter derjenigen eines Trampolins liegt.
Die Landematten
(sogenannte "Niedersprungmatten") sind 20 cm dick und speziell auf die
physikalischen und biomechanischen Gegebenheiten des Kunstturnens abgestimmt. Zusätzlich
können im Training und bei den meisten Wettkämpfen dünnere Sicherheitsmatten eingesetzt
werden.
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Stufenbarren:
Der von vielen als das attraktivste und spektakulärste
Frauenturngerät bezeichnete Stufenbarren verlangt von den Turnerinnen in sehr hohem
Ausmaß sowohl Kraft, als auch Konzentration, Mut, Koordinationsvermögen und
sekundenbruchteilgenaues Timing. Während noch vor einigen
Jahrzehnten statische Elemente
am Stufenbarren üblich und oftmals die Regel waren, unterscheiden sich die Übungen heute
grundsätzlich kaum mehr von denjenigen der Männer am Reck.
Im Laufe der letzten
Jahre wurden die beiden Holme immer elastischer und haben nun einen kreisrunden
Durchschnitt für bessere "Griffigkeit" (früher waren sie oval). Auch der
Abstand zwischen den Holmen wurde kontinuierlich verbreitert, um dynamischeres Turnen zu
ermöglichen. Heute ist der obere Holm 245cm hoch, der untere 165cm und
der
Maximalabstand zwischen beiden beträgt 180cm.
Flugelemente zum Wiederfangen am gleichen Holm, zum Wechsel vom unteren
zum oberen Holm und umgekehrt müssen in den Übungen ebenso enthalten
sein wie ein schwieriger Abgang (ein gehockter Doppelsalto ist übrigens
ein leichter...) und ein so genanntes holmnahes Element. Diese Felgen,
Endo-, Stalder- und Bückumschwünge werden so wie die Riesenfelgen
vorwärts und rückwärts mit Pirouetten, Griff- und Richtungswechseln
kombiniert.
Vorgeschrieben ist,
dass die
komplette Stufenbarrenkür ohne Unterbrechung oder Pausen absolviert wird und
dass beide
Holme ausgewogen beturnt werden.
Die Landematten (sogenannte "Niedersprungmatten") sind 20 cm dick und speziell
auf die physikalischen und biomechanischen Gegebenheiten des Kunstturnens abgestimmt.
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Schwebebalken:
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Obwohl der Schwebebalken nur 10cm schmal
(!) und nicht elastisch ist, zeigen die heutigen Kunstturnerinnen an diesem Gerät
Übungen, wie sie vor noch nicht allzu langer Zeit am Boden zu den Highlights gezählt
haben. Sogar Schraubensalti auf dem Gerät werden bereits souverän beherrscht.
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Kürübungen am Schwebebalken dürfen bis zu 90 Sekunden dauern und
müssen über die
gesamte Länge des Geräts ausgeführt werden. Die Turnerin hat
akrobatische und gymnastische Elemente sowie besondere Höhepunkte und
harmonische Verbindungen in ihrer Kür
zu vereinen, um eine hohe Note erhalten zu können. Eine akrobatische Serie besteht
beispielsweise aus einem Rad mit anschließendem Flickflack und Rückwärtssalto, eine
gymnastische Serie könnte z.B. aus einer Drehung gefolgt von einem originellen Sprung
bestehen.
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Fünf Elementgruppenanforderungen müssen in einer vollwertigen Kür
neben exzellenter Bewegungstechnik, Ausdruckskraft und Körperhaltung
erfüllt werden: Eine Akrobatikserie mit mindestens einem Salto, eine
ganze 360°-Drehung auf einem Fuß, Akrobatik vorwärts und rückwärts, eine
gymnastische Serie mit einem Sprung mit 180°-Querspreizwinkel sowie ein
schwieriger Abgang
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Die gesamte Ausführung der Kür sollte den Eindruck erwecken, dass die Turnerin
auf dem Boden - und nicht auf dem nur knapp über fußbreiten Gerät aktiv ist. Die Länge
des Balkens beträgt übrigens 5m, die Höhe 125 cm.
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Boden:
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Die Bodenübungen der Turnerinnen müssen zu Musik choreografiert
sein und dürfen höchstens 90 Sekunden lang dauern. Während der Kür müssen alle Teile der
12x12m großen und elastischen Bodenfläche mit akrobatischen und gymnastischen Elementen
beturnt werden.
Salti vorwärts und rückwärts müssen ebenso enthalten sein wie ein
Doppelsalto und ein Schraubensalto, dazu eine akrobatische Serie mit
zwei verschiedenen Salti. Eine gymnastisch-tänzerische Passage mit
mindestens einem Sprung mit 180° Querspreizwinkel ist Pflicht.
Während der gesamten Übung muss die Turnerin ihre Elemente harmonisch und im Einklang
mit der Musik verbinden. Die Qualität der Ausdruckskraft wird auch daran gemessen, ob es
gelingt, "schauspielerische" Akzente zu setzen. Dennoch steht neben einer
qualitativen Ballettausbildung vor allem die Schwierigkeit der zu zeigenden Elemente im Vordergund der Vorbereitung auf die Wettkämpfe. Diesbezügliche Highlights sind
gegenwärtig beispielsweise Strecksalti mit Dreifachschrauben oder gestreckte Doppelsalti
oder "Tsukoharas" - Doppelsalti mit Schrauben.
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