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Welche
Geräte werden von den
Männern im Kunstturnen verwendet ? Welche Anforderungen
werden gestellt ?
Hier erfahren Sie
mehr:

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Boden:
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Die Wettkampfläche ist 12 x 12 m groß und besteht aus einer leicht
federnden Unterkonstruktion mit einer darauf liegenden Turnmatte. Eine
Bodenkür beinhaltet hauptsächlich akrobatische Elemente
(Überschläge, Salti u.ä.), die mit gymnastischen Teilen, Kraft-,
Gleichgewichts- und Beweglichkeitselementen sowie Handständen und
choreografischen Verbindungen kombiniert werden. Alles zusammen soll
eine harmonische und rhythmische Gesamtheit bilden, die innerhalb von
höchstens 70 Sekunden auf der gesamten Fläche zu absolvieren ist.
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Noch
in den 1970er-Jahren galten Doppelsalti am Boden als das Non-plus-Ultra, doch 1987 leitete
der Russe Valeri Ljukin mit dem ersten im Wettkampf gelungenen Dreifachsalto rückwärts
in eine neue Dimension über. Heute werden geschraubte Doppelsalti sogar schon im
Top-Nachwuchsbereich solide beherrscht, obwohl der Trend eher bei der
direkten Kombination unterschiedlicher Schwierigkeiten
(Akrobatikverbindungen) liegt, als bei isolierten
Mammutschwierigkeiten.
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Pauschenpferd
(= Seitpferd):
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Das umgangssprachlich meist
"Seitpferd" genannte Gerät heißt
korrekter Weise "Pauschenpferd" nach den beiden
Griffen ("Pauschen") am Gerätkörper, ist 160 cm lang, 115 cm hoch und 35 cm
breit.
Eine moderne Pauschenpferdübung ist charakterisiert durch
Pendelschwünge (d.h. Spreizen und Scheren) und verschiedene Arten von
Kreisschwüngen mit gespreizten und geschlossenen Beinen in
unterschiedlichen Stützpositionen und auf allen drei Pferdteilen
(Mitte, beide Enden). Schwünge durch oder in den Handstand mit und
ohne Drehungen sind erlaubt.
Alle Elemente dürfen nur schwungvoll und ohne jedliche
Übungsunterbrechung geturnt werden. Kraft- und Halteteile sind nicht
gestattet. Die Hände sind die einzigen Körperteile, die das Gerät berühren dürfen,
die ganze Kür muss in gleichmäßigem, kontrolliertem Rhythmus vorgetragen werden.
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Vor
allem für die Kampfrichter ist das Pauschenpferd wohl das schwierigste Gerät: Minimale
Unterschiede in der Aufstützart der Hände am Pferd können z.B. bereits deutliche
Wertteilunterschiede bewirken. Und die einzelnen Elemente folgen so rasch aufeinander,
dass nur ein Profi sie korrekt beurteilen kann.
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Ringe:
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Eine
Kürübung an den Ringen besteht zu etwa gleichen Anteilen aus
Schwung-, Kraft und Halteelementen. Sie werden in ihrer Verbindung
durch den Hang, durch oder in den Stütz, durch oder in den Handstand
ausgeführt, wobei das Turnen mit gestreckten Armen vorherrscht.
Übergänge von Schwung- in Kraftelemente oder umgekehrt prägen das
moderne Ringeturnen. Das Schwingen und das Kreuzen der Seile ist nicht
gestattet.
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Die beiden Ringe selbst hängen im Abstand von 50 cm an Drahtseilen an
einem 575 cm hohen Gerüst in einer Höhe von 280 cm.
Die Niedersprungmatten für die Landung beim Abgang sind 20 cm dick.
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Genügte es vor noch
nicht allzu langer Zeit, zwei bis drei Kraftelemente (wie z.B. den Kreuzhang) mit guter
Schwungtechnik abzuwechseln, werden heute oft mehrere höchstschwierige Kraftelemente
direkt aneinander gereiht oder Schwungelemente sogar direkt in Krafthalten beendet. Daher
können an den Ringen nur die allerkräftigsten Turner reüssieren.
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Sprung: Jeder
Sprung beginnt mit dem Anlauf sowie dem Absprung vom Sprungbrett mit
beiden geschlossenen Füßen (mit oder ohne Radwende). Es folgt eine
kurze Stützphase mit beiden Händen auf dem Sprunggerät. Der Sprung
kann eine Drehung oder mehrfache Drehungen um die beiden Körperachsen
(d.h. entweder Salti, Schrauben oder beides ineinander integriert)
beinhalten. Der Sprung endet durch die Landung mit geschlossenen
Beinen.
Zusätzlich zur technischen und körperhaltungsgemäßen Ausführung des
Sprunges zählen auch die Höhe und Weite des Fluges nach dem Abdrücken vom Gerät für die
Bewertung: Je höher und weiter, desto besser. Spitzenturner erreichen hinter dem Gerät Flugweiten
von vier Metern und sogar mehr.
Das Sprunggerät selbst ist
weltweit seit Jahresbeginn 2001 ein neuer Tisch
(der vom Österreicher Mag. Helmut Hödlmoser erfunden wurde). Das
frühere Sprungpferd steht im
Stall. Der Tisch ist 135 cm
hoch, 95 cm breit und 120 cm lang. Die Anlaufbahn hat eine
maximal erlaubte Länge von 25m. Für den Absprung wird ein eigenes Sprungbrett verwendet,
dessen Wurfkraft jedoch deutlich unter derjenigen eines Trampolins liegt.
Die Landematten
(sogenannte "Niedersprungmatten") sind 20 cm dick und speziell auf die
physikalischen und biomechanischen Gegebenheiten des Kunstturnens abgestimmt. Zusätzlich
können im Training und bei den meisten Wettkämpfen dünnere Sicherheitsmatten eingesetzt
werden.
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Barren:
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Die Kürübungen am Barren werden von Schwung- und von Flugelementen
dominiert, die durch verschiedenartige Übergänge durch Stütz- und
Hangpositionen verbunden werden. Kraftteile sind erlaubt, aber nicht gefordert. Weiters müssen die Turner
darauf achten, während ihrer gesamten Übung nicht mehr als drei Mal zu stoppen.
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Jeder der beiden parallelen Barrenholme ist 350 cm lang, 200 cm hoch und mittelmäßig elastisch
(Holz mit Kunststoffkern). Den Abstand zwischen den beiden Holmen
können die Turner individuell wählen.
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Die jüngere Vergangenheit erlebte gerade am Barren einen
rasanten Entwicklungsschub zum "Turnen in jede Richtung". Nicht nur entlang der
"Holmengasse", sondern auch quer, mit reckähnlichen Riesenfelgen, Flugteilen
und Schraubenkombinationen wird heute am Barren geturnt.
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Reck:
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Eine Reckübung muss eine dynamische Präsentation
sein, die ausschließlich aus fließend verbundenen Drehungen,
Schwung- und Flugelementen besteht, die abwechselnd stangennah und mit
weitem Abstand zur Reckstange und in verschiedenen Griffvarianten
ausgeführt werden.
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Das Gerät ist 280 cm hoch und 240 cm
breit. Die 2,8 cm dicke Stange besteht aus bruchsicherem Edelstahl, was auch notwendig ist:
Bei komplizierten Abgängen müssen vom Turner - aber natürlich auch vom Gerät
Zugkräfte bis zum Achtfachen des Körpergewichts gehalten werden.
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In den letzten Jahren
gewann das Reckturnen durch die Aufnahme von drei und mehr Flugelementen pro Übung (z.B.
Doppelsalti zum Wiederfangen) noch mehr Artistik und Attraktivität.
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