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Last Update:
11.02.2012
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Wie RG bewertet wird

 

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Das Kampfgericht besteht für jede Übung aus einer D-, einer A-
und einer E-Jury. Die D(ifficulty)-Jury bewertet in D1 den "Tech-
nischen Wert
" (Schwierigkeit, de facto "alles, was man mit dem
Körper macht"), und D2  die „Mastery“(gerättechnische Elemen-
te, d.h. "alles, was man mit dem Gerät macht" in Verbindung mit
der körpertechnischen Schwierigkeit). Die A(rtistry) – Jury be-
wertet den künstlerischen Wert (die Komposition der Übung, dh.
die Verbindung zwischen Musik und Übungsteilen, die Ausdrucks-
kraft der Gymnastik, sowie die Variationen bei der Verwendung
des Handgerätes und der Körpertechnik). Die E(xecution)-Jury
beurteilt die Ausführung ("alles, was nicht gelingt"). Eine Gym-
nastin der Eliteklasse kann für eine Übung maximal 30 Punkte
erhalten. Diese Höchstnote setzt sich zusammen aus: 10 Punkte
für die Schwierigkeit (D1 + D2 werden addiert und halbiert,), 10
Punkte für den Künstl. Wert, der die Interpretation der musikali-
schen Begleitung beurteilt. und maximal 10 Punkten für die Aus-
führung. Die Höchstnote im Mehrkampf beträgt also 120 Punkte.

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Die Kampfrichterinnen
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Als Kampfrichterinnen werden vor-
wiegend Damen eingesetzt, die eine
schwierige Prüfung nach internatio-
naler Norm bestanden haben und ein
hohes Maß an Fachkenntnis und an
Situationsgewandtheit besitzen.
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Seitens des Weltturnverbandes FIG
wurden die Wertungsvorschriften
2009 – 2012 erneut verändert. Der
Reformeifer ging dahin, die Regeln
transparenter zu gestalten:
Der
Künstlerische Wert (A und eigentlich
auch D2) fließt jetzt mit 40,8%, die
Übungs -  ausführung mit 33,3%
gegenüber dem Inhaltswert der
Schwierigkeiten (17,5 %) extrem
der EM 2006: Eine echte
Armada (im wahrsten
Sinn des Wortes?)





Drei österreichische Exper-
tinnen sind Weltspitze in der
"Welt der Kampfrichterei":

Gabi Welkow-Jusek (l.) und
Annires Marchetti (M.) zäh-
len zum elitären FIG-Pool.
Und
Heide Bruneder (r.)
spielt als "Europa-Präsiden-
tin" ihres Sports sowieso in
einer eigenen Liga, sie legt
die Regeln mit fest, an die
sich dann alle anderen halten
müssen...
hoch in die Wertung eingeht. Um diesen Trend noch zu verstär-
ken, sind zwar die Abzüge für Verstöße gegen technische und
haltungsmäßige Anforderungen gleich geblieben („kleine“ Fehler
verbleiben bei einem Abzug von 0,1 Pkt., „mittlere“ Fehler bei
0,3 Pkt. und „schwere“ Fehler ziehen einen Abzug von 0,5 Pkt.
und mehr nach sich) gleich geblieben, die Abzüge für Geräte-
verluste sind aber stark erhöht worden  - von 0,30 bei Verlus-
ten ohne Schritte bis 0,7 bei Verlusten mit mehr als 3 Schritten
bis zur Wiederaufnahme des Handgerätes. Die daraus resultier-
enden Konsequenzen wie Übungsunterbrechung, Auslassen von
angegebenen Schwierigkeiten usw. werden nun überhaupt zur
mittleren Katastrophe.
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Die Schwierigkeitselemente im Technischen Wert sind eingeteilt
in A- (0,1 Punkte), B- (0,2 Punkte) usw. bis J-Teile (1.0 Punkte)
bei den Juniorinnen sowie J und höher (!) bei der Elite. Es fließ-
en nur perfekt ausgeführte Schwierigkeitsteile in die Note ein.
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Das selbe gilt für die gerättechnischen Elemente, die für jede
Verbindung einzelner Handhabungen eine Wertigkeit von 0,1
Punkten aufwärts besitzen.
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Neu ist jetzt wieder, dass jede Gymnastin der Eliteklasse drei
verschiedene Risiko Elemente mit Wurf anbieten muss (1 Risiko
Element muss während dem Wurf mit mindestens 2 Rotations-
bewegungen, z.B. Rollen, ausgeführt werden).
Die Ausführungsnote beträgt höchstens 10.0 Punkte, von die-
sem Maximum werden durch Subtraktion alle visuellen Fehler
abgezogen - in einer Spanne von 0,1 bis 1.0 Punkten, je nach
Schwere des Fehlers.
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Alle Übungen müssen mittels bestimmter Symbole (RG-Symbol-
schrift
) in die dafür vorgesehenen Formulare eingetragen wer-
den. Die Kampfrichterinnen bewerten nur die aufgeschriebenen
Schwierigkeiten in der angeführten Reihenfolge. Alle anderen
Elemente oder eine andere Abfolge der Übung werden nicht
akzeptiert und auch nicht bewertet.

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