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Österreichische Jugendmeisterschaft Rhythmische Gymnastik

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Österreichische Jugendmeisterschaft Rhythmische Gymnastik
10.06.2022 - 12.06.2022
Wien, Wien, AT

RG-Jugend-ÖM: So viel Talent hat Österreich!

Vom 10. bis 12. Juni fanden im Bundesleistungszentrum in Wien die Österreichischen Jugendmeisterschaften 2022 der Rhythmischen Gymnastik statt. 82 Mädchen zwischen 9 und 12 Jahren waren bei ihrem Jahres-Höhepunkt mit Feuereifer bei der Sache. Goldmedaillen gewannen die Linzerin Ersi Kapaj, die Wienerinnen Amira Kasymov und Ksenia Dvornyak sowie die Grazerinnen Sophia Nowak und Erika Ivanova.

Die Medaillen verteilten sich auf zehn Vereine und Trainingszentren aus sieben Bundesländern. Drei Tage lang folgte einem faszinierenden kleinen Kür-Kunstwerk das nächste. Schon bei den Jüngsten in der U11 wird in der Rhythmischen Gymnastik neben dem sportlichen Können großer Wert auf die Präsentation gelegt. Die mit viel Liebe und Kreativität gestalteten Trikots und die Musikauswahl wurden in Wiener Neustadt ebenso bestaunt, wie die Darbietungen mit Reifen, Seil, Ball, Keulen und ohne Handgerät.

Kleine Kür-Kunstwerke, Präzision, Kreativität und viel Training

Gabriela Welkow-Jusek, ÖFT-Sportdirektorin der Rhythmischen Gymnastik, machte es sich zur Aufgabe, jede Teilnehmerin ganz genau zu beobachten. Hat sie eine neue Olympia-Teilnehmerin 2032 entdeckt? „Es kommen tolle Mädchen nach, in unseren Trainingsgruppen gibt es viele große Talente“, betonte die Sportdirektorin und ergänzte: „Darauf können wir stolz sein – doch vor allen liegt dennoch noch ein weiter Weg bis zu Erfolgen in der Eliteklasse.“

Eine Nachwuchs-Gymnastin trainiert wöchentlich mehr als doppelt so viel wie ein gleichaltriges Spitzen-Fußballtalent. Dabei muss jedes Mädchen de facto fast „von alleine“ den Spagat können, auch über weitere sehr spezielle körperliche und koordinative Fähigkeiten verfügen. Nur so kann man es vielleicht einmal bis zur Spitze schaffen. Jene, für die Rhythmische Gymnastik der genau passende Sport ist, beeindrucken mit ihrem Ehrgeiz, ihrer Motivation und ihrer Leistungsbereitschaft gewaltig.

Hohes Integrations-Potenzial in einem Spezialumfeld

Bemerkenswert, da in dieser Form ein Alleinstellungsmerkmal: Österreichs Rhythmische Gymnastik lebt hohes Integrations-Niveau in einem speziellen gesellschaftlichen Feld: Ein hoher Anteil der Teilnehmerinnen der Österreichischen Jugendmeisterschaft verfügt über ausländische familiäre Wurzeln, sehr oft in Osteuropa – wo die RG einen traditionell höheren Stellenwert hat, als anderswo auf diesem Globus.

Knapp hundert aus ihrer Heimat vertriebene ukrainische Gymnastinnen leben und trainieren derzeit in Österreich. Man muss – wenn man die Staatsbürgerschaft nicht besitzt – mindestens ein Jahr lang den Lebensmittelpunkt in Österreich haben, um bei Turnverbands-Nachwuchs-Meisterschaften offiziell antreten zu dürfen. Das große Fragezeichen: werden diese vertriebenen Sportlerinnen 2023 bei den Meisterschaften in Österreich um die Medaillen wetteifern – oder wieder zuhause in der Ukraine

Jugend-ÖM Rhythmische Gymnastik Wien 2022, Medaillengewinnerinnen:

  • Jugend 1 (U13) Mehrkampf: 1. Ersi Kapaj (ÖTB Linz), 2. Amanda Jantsky (ATV Wr. Neustadt), 3. Ksenia Dvornyak (TSV Unity Vienna)
  • Jugend 1 (U13) Finale Ball: 1. Amira Kasymov (Vienna Victory RG Club), 2. Amanda Jantsky (ATV Wr. Neustadt), 3. Ksenia Dvornyak (TSV Unity Vienna)
  • Jugend 1 (U13) Finale Keulen: 1. Ksenia Dvornyak (TSV Unity Vienna) , 2. Ersi Kapaj (ÖTB Linz), 3. Amanda Jantsky (ATV Wr. Neustadt)
  • Jugend 1 (U13) Finale Band: 1. Ksenia Dvornyak (TSV Unity Vienna), 2. Ersi Kapaj (ÖTB Linz), 3. Amira Kasymov (Vienna Victory RG Club)
  • Jugend 2 (U12) Mehrkampf: 1. Sophia Nowak (ATG Graz), 2. Sophia Lampert (TS Röthis/V), 3. Aurelia Stropnik (SG Götzis).
  • Jugend 2 (U12) Finale Reifen: 1 Sophia Nowak (ATG Graz), 2. Hellena Thiefenthaller (Sportunion Pettenbach/OÖ), Sophia Lampert (TS Röthis)
  • Jugend 2 (U12) Finale Keulen: 1. Sophia Nowak (ATG Graz), 2. Hellena Thiefenthaller (Sportunion Pettenbach), 3. Samira Dalpra (TS Röthis)
  • Jugend 3 (U11) Mehrkampf: 1. Erika Ivanova (ATG Graz), 2. Nika Peric (TS Röthis), 3. Julia Szenteski (TGU Salzburg)
  • Jugend 3 (U11) Finale ohne Handgerät: 1. Erika Ivanova (ATG Graz), 2. Julia Szenteski (TGU Salzburg), 3. Maya Eder (Innsbrucker TV)
  • Teams: 1. Vorarlberg, 2. Vorarlberg II, 3. Ex aequo Oberösterreich und Steiermark


Auf den Fotos unten (Copyright: Daniel Palhegyi): Alle Einzel-Medaillengewinnerinnen + die Podien der Mehrkampf-Siegerinnen-Ehrungen