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Starker Saisonauftakt für Nicol Ruprecht: Siebente beim Grand-Prix in Moskau!

Starker Saisonauftakt für Nicol Ruprecht: Siebente beim Grand-Prix in Moskau!

Die internationale Wettkampfsaison der Rhythmischen Gymnastinnen startete heuer mit dem Grand Prix in Moskau so früh wie noch nie. Österreichs Nicol Ruprecht erwischte einen teilweise ausgezeichneten, jedenfalls vielversprechenden Auftakt in das letzte Jahr ihrer aktiven Karriere – das sie mit ihrer zweiten Olympiateilnahme krönen will. Die 27-jährige in Wien lebende Tirolerin qualifizierte sich in Moskau für das Top-8-Bandfinale und erreichte dort den siebenten Rang.

„Ich bin jetzt sehr optimistisch, auch wenn noch viel Arbeit auf mich wartet“, freute sich Nicol Ruprecht nach dem Grand Prix und betonte: „Ich will mir für meine letzten Wettkämpfe eigentlich selbst nicht allzu viel Druck machen und sie auch genießen können. Doch dass ich jetzt erkannt habe, dass meine Olympia-Chance realistisch lebt, macht es natürlich noch motivierender.“

Bei den Weltcups im April und der Europameisterschaft im Mai werden die letzten Olympia-Startplätze für Tokio vergeben. Im vergangenen Jahr schien Nicol Ruprecht – nicht zuletzt wegen ihrer bis in den Sommer 2019 hinein ungenügenden Trainingsbedingungen – deutlich an Boden gegenüber der Konkurrenz eingebüßt zu haben. Erstmals seit Jahren hatte sie bei EM und WM die Mehrkampf-Finalentscheidungen verpasst. Doch jetzt hat sich die weltweit aktuell älteste Spitzengymnastin offensichtlich wieder heran gekämpft.

Ruprechts Kürprogramm 2020 mit zwei komplett neuen Übungen (Reifen, Band) und zwei stark überarbeiteten (Keulen und Ball) verfügt über einen deutlich erhöhten Schwierigkeitswert. Insbesondere scheint die bisherige Schwäche Band ausgemerzt: Der Auftritt in Moskau verbesserte ihren persönlichen Rekordwert mit diesem Gerät bei einer Wertung von 18.550 um mehr als zwei Punkte. Mit dem Ball erreichte sie sogar 19.150 Punkte.

Die Auftritte mit dem Reifen und den Keulen misslangen Nicol Ruprecht in Russlands Hauptstadt zwar noch, woraus nur der 19. Rang unter 39 Konkurrentinnen in der Mehrkampfwertung resultierte. ÖFT-Sportdirektorin Gabriela Welkow-Jusek ordnet allerdings positiv ein: „Für diesen frühen Zeitpunkt war Nicol erstaunlich stark, im Gegensatz zur Konkurrenz hat sie ja ihr Programm deutlich umgekrempelt und muss es erst festigen. Doch alles kommt sehr gut an, das können wir jetzt schon zufrieden feststellen. Und in Hochform muss Nici nicht jetzt, sondern im April und im Mai sein.“

Den Moskauer Grand-Prix-Mehrkampf entschied Russlands Weltmeisterin Dina Averina vor fünf (!) ihrer Landsfrauen für sich. Erst dahinter folgte die weitere Weltklasse, die nahezu vollständig vertreten war. Die vier Gerätefinalsiege sicherten sich mit Dina Averina (Ball, Band), Ekaterina Selezneva (Reifen) und Daria Trubnikova (Keulen) ebenfalls Gastgeberinnen. Bei maximal zwei Gymnastinnen pro Land und Finale schafften nur die Weißrussin Anastasia Salos (Silber mit dem Ball) und Georgiens Salome Pazhava (Keulen-Bronze) als „Nichtrussinnen“ den Sprung auf das Medaillenpodium.

Nicol Ruprechts (leider nicht fehlerfreie) Moskauer Band-Finalkür:


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