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Wir trauern um Anni Wiklicki, die "Mutter der österreichischen Rhythmischen Gymnastik"!

Wir trauern um Anni Wiklicki, die

Am 17. April 2019 ist Anni Wiklicki, die Gründungsverantwortliche und erste Hauptentwicklerin der Rhythmischen Gymnastik des ÖFT, im 95. Lebensjahr friedlich entschlafen.

Das Werk dieser herausragenden Pionierin bleibt bestehen – als sich stets aktuell weiterentwickelndes Vermächtnis, das Anni Wiklicki bis zuletzt mit Interesse verfolgt hat: Die Rhythmische Gymnastik Österreichs gäbe es ohne ihr nachhaltig die Szene geprägt habendes Wirken nicht in der heutigen Form!

Bereits 1949 trat Anni Wiklicki dem Österreichischen Gymnastikbund bei und qualifizierte sich 1953 in die „Auswahlgruppe“, dem damaligen Nationalteam. Nach ihrer aktiven Sportkarriere schlug sie eine erfolgreiche Trainerinnen- und Funktionärinnen-Karriere ein.

Von 1963 bis 1991 wirkte Anni Wiklicki fast 30 Jahre lang als Bundesfachwartin des ASVÖ – und ihre Wiener Neustädter Gymnastinnen standen insbesondere in den 1970ern und frühen 1980ern sehr dominant an der Spitze ihres Sports in Österreich.

Nachdem zuerst der Weltturnverband FIG die „Moderne Gymnastik“ aufgenommen hatte (die offizielle Umbenennung auf „Rhythmische Sportgymnastik“ erfolgte erst 1974 und auf „Rhythmische Gymnastik“ 1998) und der ÖFT schließlich 1968 nachzog, war Anni Wiklicki ab 1970 und bis 1981 die Bundesfachwartin des ÖFT.

In ihre ÖFT-Ägide fiel die Anpassung der heimischen Trainingsarbeit an die Entwicklung in den osteuropäischen Staaten, die die Entwicklung zunehmend beeinflussten und vorantrieben. Durch Anni Wiklickis Kontakte konnten erstmals tschechoslowakische, bulgarische und UdSSR-Trainerinnen auf die westliche Seite des Eisernen Vorhangs geholt und in Österreich engagiert werden. Österreich holte bei den internationalen Wettkämpfen infolge stark auf.

1995 hatte Anni Wiklicki für ihre großen Verdienste das Goldene Ehrenzeichen des ÖFT verliehen erhalten. Die österreichische Turnfamilie trauert mit den Hinterbliebenen und insbesondere mit Tochter Ursula, die als fünffache RG-WM-/EM-Teilnehmerin zwischen 1975 und 1982 sowie ÖFT-Rekordstaatsmeisterin bis hinein in die 1990er das beste Aushängeschild der Erfolgsschule ihrer Mutter gewesen war.

Die Verabschiedung findet im engsten Familienkreis statt.




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