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Das war das österreichische Turnsport-Jahr 2021 - ein chronologischer Rückblick!

Das war das österreichische Turnsport-Jahr 2021 - ein chronologischer Rückblick!

Der österreichische Turnsport erlebte 2021 eine Zwei-Klassen-Gesellschaft: Auf der einen Seite jagte im Spitzensport ein erfolgreiches Großereignis das nächste. Auf der anderen Seite kämpfte sich der Vereins-Hobbysport von einem Lockdown zur nächsten Corona-Einschränkungs-Verordnung und wieder zurück.

Im internationalen Spitzensport waren im ersten Corona-Jahr 2020 insgesamt acht Turnsport-Großereignisse abgesagt worden. 2021 wurden sie mehrheitlich nachgeholt - zusätzlich zu den für dieses Jahr sowieso geplanten.

Insgesamt bedeutete dies für den ÖFT 2021 die Teilnahme an einem Dutzend Welt- und Europameisterschaften sowie an den Olympischen Spielen. Das Erfreulichste dabei: fast überall zeigte das Erfolgsbarometer nach oben. Im Kunstturnen, im Trampolinspringen, in der Sportakrobatik und im Team-Turnen freute man sich sogar über historische Bestmarken.

Ein schwieriges Jahr hat der Nachwuchs-Leistungs- und Spitzen-Turnsport hinter sich: man durfte mit Ausnahmegenehmigungen des Sportministeriums zwar durchgängig trainieren - doch internationale Vergleiche waren wegen Corona vor allem im Frühjahr noch Mangelware.

Ganz schlecht hatte es erneut der Hallen-Hobbysport erwischt: er "startete" das Jahr 2021 im Lockdown, der schon im Oktober 2020 begonnen hatte und noch bis Mitte Mai 2021 dauern sollte. Erst dann durfte man unter strikten Auflagen wieder neu beginnen.

Die ÖFT-Jahreschronik 2021:

  • 1. Jänner 2021: Der Hallen-Vereinssport startet das neue Jahr im kompletten (schon seit Ende Oktober 2020 laufenden) Corona-Lockdown: er ist vollständig verboten. Dies bleibt so bis Anfang April (Vorarlberg) bzw. sogar bis Mitte Mai (überall sonst).
    Ausnahmen gibt es nur für Spitzensportler*innen und Nachwuchs-Spitzensportler*innen mit persönlicher Genehmigung durch das Sportministerium. Im ÖFT sind dies zum Jahreswechsel schon über 1.200 Personen, die zumindest sieben Jahre alt sind, mindestens 12 bis 15 Stunden pro Woche trainieren und in der altersadäquaten Top-Kategorie bei Wettkämpfen antreten. Doch zehntausende weitere Turnsportler*innen haben durchgängig insgesamt sieben Monate lang keine Chance, in der Halle zu trainieren.

  • Am 22. Februar 2021 findet im Turnleistungszentrum Linz ein Medientermin statt. Thema: diie Bekanntgabe des neuen Bundesstützpunktes der Kunstturnerinnen in Zusammenarbeit von Sportministerium, Land Oberösterreich, ÖFT und OÖFT. Daymon Jones, ein US-Amerikaner, wird als neuer Nationaltrainer vorgestellt. Mit 1. September 2021 nimmt der neue ÖFT-Bundesstützpunkt dann plangemäß den Betrieb auf.

  • Mit 15. März 2021 wird der Outdoor-Jugendsport wieder erlaubt, der Hallensport bleibt weiter verboten.

  • Am Ostermontag, 5. April 2021, ereignet sich der „1st Digital Austrian Aerobic Gymnastics Cup“. 461 Athletinnen und Athleten aus vier Kontinenten und 16 Ländern beteiligen sich aktiv – aber nur 34 von ihnen absolvieren ihre Küren wirklich in Österreich. Alle anderen sind weltweit via Internet zugeschaltet.

  • Vom 21. bis 25. April 2021 starten sechs österreichische Kunstturnerinnen und -turner bei der Europameisterschaft in Basel. Vinzenz Höck kann seine erst vier Monate alte Ringe-EM-Silbermedaille aus dem Dezember 2020 nicht verteidigen, erreicht allerdings wieder das Finale und in diesem (mit einer nicht optimalen Kür) den siebenten Platz. Mit Jasmin Mader (Zehnte am Sprung) und Xheni Dyrmishi (Zehnter am Pauschenpferd) darf man sich über zwei weitere ausgezeichnete Plätze freuen.

  • Die Trampolin-Europameisterschaft vom 29. April bis 2. Mai 2021 im russischen Sotschi entwickelt sich zu Österreichs bislang erfolgreichster: Sara Hekele und Eileen Ilunamien erreichen das Synchron-Finale und dort Platz 6. Benny Wizani und Niklas Fröschl verpassen als Vierte sogar nur knapp die Medaillen. Dazu kommen Platz 7 in der Männer-Teamwertung (Wizani, Fröschl und Martin Spatt) sowie drei Einzel-Semifinale: Benny Wizani hadert allerdings mit Platz 10, da er das Top-8-Finale nur hauchdünn verpasst. Hekele wird 19., Ilunamien beendet ihre erste EM auf dem 23. Platz.

  • Ab 19. Mai 2021 ist der österreichweite Corona-Lockdown für den Hallen-Vereinssport nach fast sieben (!) Monaten Dauer endlich vorbei. Die Turnvereine dürfen endlich wieder loslegen, allerdings mit harten Auflagen (z.B. der „maximal 1 Person pro 20m²“- und der 2m-Abstand-Regel).

  • 23. Mai 2021: Nach sieben Jahren Pause ist Österreich erstmals wieder in den Finalbewerben bei Welttitelkämpfen der Sportaerobic vertreten: Die Aero-Dance-Formation des ÖFT mit Lea Robl, Viktoria Brandl, Maria Poigner, Florentine Ehrenhöfer, Lena Wolf und Corinna Zahn erreicht in Baku (Aserbaidschan) bei den Juniorinnen den vierten Platz.

  • 24. Mai 2021: Vinzenz Höck gelingt in Varna (Bulgarien) sein zweiter Weltcupsieg an den Ringen.

  • Ebenso am 29. Mai 2021 beschließt das ÖFT-Präsidium in Wien einstimmig zwei wesentliche Neuerungen: Die Einführung einer ÖFT-Ombudsperson und einer ÖFT-Athlet*innen-Kommission. Bei den Staatsmeisterschaften 2021 werden von den Teilnehmer*innen in Folge die Athleten-Sprecher*innen der einzelnen Spitzensport-Sparten gewählt: Vinzenz Höck, Chantale Kobelt, Jasmin Mader, Nicol Ruprecht und Emily Schramek. Mader wird von ihren Kolleg*innen zur Vorsitzenden gewählt, was Sitz und Stimme im ÖFT-Präsidium wie in der Sportkommission bedeutet. Jede*r Spartensprecher*in ist ab nun Mitglied ihres/seines Technischen Komitees.

  • Vom 2. bis 6. Juni 2021 finden in Graz die ersten „Sport Austria Finals“ statt – eine von der Bundes-Sportorganisation ins Leben gerufene Multisport-Veranstaltung mit Staatsmeisterschaften vieler Verbände. Der ÖFT beteiligt sich mit den nationalen Titelkämpfen im Kunstturnen (Elite und Junior*innen), der Sportakrobatik und der Sportaerobic.

  • Ab 10. Juni 2021 gilt im Hallensport nicht mehr die 20m²-, sondern nur noch die 10m²-Regel, gepaart mit der 1m-Abstand-Verpflichtung. Erst jetzt wird Gruppen-Vereinssport auch in der Praxis wieder möglich.

  • Am 11. Juni 2021 erfolgt bei der Europameisterschaft der Rhythmischen Gymnastinnen in Varna der Abschied Nicol Ruprechts von der internationalen Wettkampfbühne – zwei Monate früher, als ursprünglich geplant und bis zuletzt noch gehofft. Denn der langjährigen ÖFT-Nr. 1 misslingt nach einem verletzungs-gehandicapten Frühjahr (Bänderriss im März) die letzte Chance auf die Olympia-Qualifikation, sie beendet ihre zehnte EM nur auf Platz 29. Debütantin Valentina Domenig-Ozimic wird 54., die Juniorinnen-Nationalgruppe (Xenia Belschi, Adriana Fabiani, Angelika Matysek, Anja Müller, Julia Neumann und Anna Scheidl) reiht sich auf Position 13 ein. Ihre Elite-Kolleginnen Una Bauer, Livia Gacic, Franziska Herzog, Florentina Marchart, Romana Nagler und Andrea Neumann erreichen den 16. EM-Platz.

  • 13. Juni 2021: Gold und Silber für Österreich beim Kroatien-Turnweltcup! Vinzenz Höck gewinnt in Osijek seinen dritten Ringe-Weltcup. Im Frauenfinale am Boden sorgte Marlies Männersdorfer mit der Silbermedaille für ihr bislang wertvollstes Resultat. Dazu erreichte Charlize Mörz überraschend bei ihrem Weltcup-Debüt auf Anhieb das Sprungfinale und in diesem den achten Platz.

  • Vom 18. bis 20. Juni 2021 veranstaltet der ÖFT in Wiener Neustadt die Österreichische Jugendmeisterschaft der Rhythmischen Gymnastik – ausschließlich für offiziell vom Ministerium freigegebene Nachwuchs-Spitzensportlerinnen.

  • Am 19. Juni 2021 nimmt Petra Schurian-Pokorny ihre Tätigkeit als unabhängig und weisungsfrei tätige Ombudsperson des österreichischen Turnsports für Kontaktaufnahmen und Anfragen zum Themenkomplex Missbrauch und Gewalt auf. Bislang erfreulich: Trotz Verschwiegenheits- und Anonymitätsverpflichtung hat diese Expertin bis heute fast nichts zu tun.

  • Vom 23. bis 29. Juni 2021 finden in Genf die „World Age Group Competitions“ (Nachwuchs-Weltmeisterschaften) der Sportakrobatik statt. Sie bringen für Österreich die bislang historisch besten Ergebnisse. Alle elf ÖFT-Formationen liefern ausgezeichnet bis optimal ab. Damit erreicht man in den verschiedenen Disziplinen acht Mal die Top Ten. Lisa Kohlbacher und Kailani Friedrich sowie Ella Stiglitz und Celina Loidl schaffen sogar erstmals für Österreich den Einzug in Top-8-Finali und dort die Plätze 7 und 8. Nebenbei purzeln in Genf alle bisherigen österreichischen Nachwuchs-Rekord-Bewertungen.

  • Vom 25. bis 27. Juni 2021 werden in Innsbruck die Staatsmeisterschaften der Rhythmischen Gymnastik ausgetragen. Nicol Ruprecht beendet ihre Karriere nun offiziell und standesgemäß: sie gewinnt zum Abschied noch einmal alles, was es zu gewinnen gibt (6x Gold) und bleibt seit 2013 – also neun Jahre lang – in Österreich ungeschlagen. 53x Staatsmeisterschafts-Gold sollten es für Ruprecht am Ende sein, nur zwei Siege weniger als Rekordhalterin Caroline Weber.

  • Ab 1. Juli 2021 gelten im Sport wiederum neue = lockere Corona-Regeln. Im Hallensport ist ab jetzt de facto wieder alles ohne Gruppengrößen- oder Abstands-Auflagen erlaubt. Den meisten Turnvereinen hilft dies leider wenig, da sie während der Schulferien großteils die Turnsäle nicht benutzen und daher schon wieder nicht trainieren dürfen…

  • 25. Juli 2021: Kunstturnerin Elisa Hämmerle gelingt ihr Olympia-Wettkampf in Tokio leider nicht nach Wunsch. Von einer frisch zugezogenen Wadenverletzung gehandicapt, kommt die 25-jährige Vorarlbergerin deutlich nicht an ihre Bestform heran. Es bedarf einer immens starken Willensleistung, um den Wettkampf überhaupt abzuschließen. Am Ende wird es der 66. Rang unter den 98 Turnerinnen. Und für immer die Auszeichnung „Olympia-Teilnehmerin“.

  • Am 1. September 2021 tritt das neue ÖFT-Trainer-Lizenz-Reglement in Kraft: Ab jetzt benötigt man zum Betreuen bei allen Wettkämpfen des ÖFT und der Landesfachverbände für Turnen eine gültige Lizenz. Es gibt solche in drei Abstufungen (A = staatlich geprüfte*r Trainer*in, B = staatlich geprüfte*r Instruktor*in und C = ÖFT-Übungsleiter*in). Neben dem Ausbildungs-Abschlusszeugnis sind zwei aktuelle Strafregisterbescheinigungen und das Bekenntnis zum ÖFT-Ethik-Kodex notwendig, ebenso regelmäßige Fortbildungen zur Lizenzverlängerung. Wer noch keine Ausbildung abgeschlossen hat, erhält eine „vorläufige Lizenz“. Bei allen Herbstwettkämpfen 2021 wird diese neue Regelung bereits umgesetzt.

  • Am 4. September 2021 sichert sich Vinzenz Höck in Koper (Slowenien) seinen vierten Ringe-Weltcupsieg – und damit ungeschlagen den Gesamtsieg in der World-Challenge-Cup-Serie 2021/22. Im Reckfinale tags darauf steigert sich Alexander Benda auf seine bislang beste Platzierung, den vierten Rang.

  • Bei der Sportaerobic-Europameisterschaft vom 17. bis 19. September 2021 in Pesaro (Italien) schafft Österreichs Juniorinnen-Aero-Dance-Formation (nach Platz 4 bei der WM im Frühjahr in einem nahezu identischen Spitzenfeld) nun den sechsten Platz. Paula Moser wird 31. im Elite-Einzel, Lea Robl 21. bei den Juniorinnen.

  • Direkt nach der Aerobic findet in Pesaro vom 23. September bis zum 4. Oktober 2021 die Europameisterschaft der Sportakrobatik statt. Der ÖFT ist mit elf Formationen und in allen vier Alterskategorien vertreten. Es läuft gut bis ausgezeichnet. Der sechste Finalplatz von Victoria Domenig-Ozimic, Lilien Eckert und Loreana Pranjkovic bedeutet eine bisherige österreichische Bestplatzierung bei einer Jugend-EM. Bei den Junior*innen erreichen Hanna Reiter und Jan Wassermann im Balance-Finale Platz 7. Das Trio Pia Wagner, Lena Meinhard und Sophie Koll übertrifft beim Elite-EM-Debüt auf Platz 8 im Balance-Finale die Erwartungen.

  • Am 2. Oktober 2021 kann in Innsbruck das 23. ASVÖ-Jugendturnier „Hanspeter-Demetz-Memorial“ für Kunstturnen und Rhythmische Gymnastik, Österreichs größtes und beliebtestes internationales Mehrsparten-Turnsport-Meeting, endlich stattfinden – nachdem es zuvor 2020 ausfiel und im Frühjahr 2021 verschoben werden musste. Es sollte gemeinsam mit dem Gitti-City-Cup der Sportaerobic am 4. September in Stockerau der einzige internationale Turnsport-Wettkampf des Jahres in Österreich bleiben, alle anderen fielen Corona zum Opfer (vor der Pandemie wurden jährlich zwischen 15 und 20 internationale Turnsport-Wettkämpfe in Österreich durchgeführt).

  • Am 10. Oktober 2021 finden die ersten beiden reinen Hobby-(also nicht Spitzensport-)Turnsport-Wettkämpfe nach nahezu zweijähriger Corona-Wettkampfpause statt: zwei Turn10-Wettkämpfe. Danach gibt es ein kurzes Zeitfenster von einem Monat und elf Tagen, das österreichweit entsprechend genützt wird, bevor wieder der Breitensport-Lockdown-Rollbalken fällt.

  • Am 16. Oktober 2021 ereignen sich zwei ÖFT-Meisterschaften gleichzeitig: in Steyr die Staatsmeisterschaft im Trampolinspringen und in Linz die B(undes)-Meisterschaft der Rhythmischen Gymnastinnen.

  • Die Kunstturn-Weltmeisterschaft vom 18. bis 24. Oktober 2021 in Kitakjushu (Japan) erlebt drei historisch erste österreichische Finalteilnahmen: Marlies Männersdorfer und Alexander Benda qualifizieren sich als erste ÖFT-Aktive für die Top-24-Mehrkampf-WM-Entscheidungen, erreichen in diesen die Plätze 22 und 24. Vinzenz Höck verpasst im Ringe-Finale nur um einen Zehntelpunkt die Bronzemedaille, landet auf Platz 5. In Summe bedeutete dies die erfolgreichste Turn-WM für Österreich seit 71 Jahren (als Trude Kolar 1950 einen kompletten Medaillensatz gewann, gab es noch keine separat ausgetragenen Finalwettkämpfe).

    Die weiteren Österreicher*innen liefern in Kitakjushu ebenfalls starke Leistungen ab: Charlize Mörz erreicht bei ihrem WM-Debüt den ausgezeichneten 20. Platz im Sprungbewerb. Bianca Frysak freut sich über den 29. Platz am Schwebebalken und Selina Kickinger klettert bei ihrer WM-Premiere immerhin bis auf den 38. Rang am Stufenbarren. Ricardo Rudy wird 32. im Mehrkampf, Xheni Dyrmishi allerdings hatte sich mehr erhofft als den 33. Platz am Pauschenpferd.

  • Direkt an die Turn-WM schließt sich in Kitakjushu vom 27. bis 31. Oktober 2021 die Weltmeisterschaft der Rhythmischen Gymnastik an. Österreichs einzige Teilnehmerin, Valentina Domenig-Ozimic, erreicht bei ihrem WM-Debüt den 53. Rang unter den 61 Mehrkämpferinnen.

  • Am 6. November 2021 wird Johanna Gratt beim Kongress des Weltturnverbandes FIG in Antalya sehr eindrucksvoll in das Technische Komitee der Kunstturnerinnen wiedergewählt.

  • Am 6./7. November 2021 finden in Innsbruck – nach einem Jahr Corona-Zwangspause – wieder Österreichische Jugendmeisterschaften im Kunstturnen statt. Man merkt der Szene an, wie gut es tut, wieder „fast normal“ zusammen zu kommen.

  • Dasselbe gilt eine Woche später am 13. November 2021 für das Team-Turnen: Auch in dieser Sparte musste die Staatsmeisterschaft 2020 wegen Corona ausfallen. Nun ereignet sie sich in Dornbirn und wird vor allem wegen des hochkarätigen Spitzenduells in Erinnerung bleiben, das die Wolfurter Frauen vor den Männern desselben Vereins gewinnen. Es gilt erstmals 2G.

  • Benny Wizani und Niklas Fröschl erreichen am 19. November 2021 bei der Trampolin-Weltmeisterschaft in Baku den elften Rang im Synchronwettkampf – Österreichs bislang bestes Ergebnis in diesem Bewerb. Im Einzel verpatzt Wizani seine Qualifikationskür und springt statt ins als Ziel gesetzte 8er-Finale nur auf Platz 53. Niklas Fröschl ist im 78-köpfigen WM-Feld mit Platz 48 zufrieden.

  • Mit 22. November 2021 wird der Hallen-Hobbysport wegen der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen für drei Wochen erneut vollständig verboten (und danach nur für Geimpfte/Genesene mit starken Restriktionen wie Gruppengrößen-Obergrenzen wieder erlaubt). Die Österreichische Turn10-Meisterschaft am 20./21. November in Bregenz geht sich „auf den letzten Drücker“ (mit 2G+) aus. Eine Woche später am 27. November muss die Gruppen-Staatsmeisterschaft Rhythmische Gymnastik in Graz leider bereits auf die B-Klassen und die Allerjüngsten verzichten, findet nur noch für den Spitzensport statt.

  • Vom 1. bis 4. Dezember 2021 erlebt Guimaraes (Portugal) die Europameisterschaft im Team-Turnen. Österreichs Mixed-Junior*innen (Niklas Bentele, Christoph Höfle, Max Kühne, Lina Leipert, Linus Madlener, Enna März, Luisa Pletzer, Sarah Riedmann, Megan Rohner, Ben Schneider, Tim Schneider und Stephanie Schober) erreichen im Finale den vierten Rang, die Elite-Frauen (Jana Bohle, Julia Bürger, Chiara Hollenstein, Elina Kessler, Chantale Kobelt, Julia Mikusch, Antonia Proßnigg, Laura Schabmann, Lisa Schabmann, Liliane Simma, Lorena Vetter und Tabea Zirnig) den sechsten Platz. Es sind dies jeweils die bislang besten österreichischen Team-Turnen-EM-Ergebnisse in diesen Disziplinen (die besten ÖFT-Elite-EM-Ergebnisse bleiben allerdings zwei fünfte Männer-Plätze aus 2004 und 2016).

  • Beim aktuellen Voting-Zwischenstand wohl schon fix: Am 31. Dezember 2021 um punkt Mitternacht gewinnen Marlies Männersdorfer und Vinzenz Höck die Wahl zu Österreichs Turnsportler*in des Jahres. Für Männersdorfer ist es der erste Sieg in dieser Wahl, für Höck bereits der fünfte.

Robert Labner, ÖFT-Generalsekretär


30/12/21

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