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Österreichs Turnerinnen 11. der EM - so gut wie noch nie!

Österreichs Turnerinnen 11. der EM - so gut wie noch nie!

Österreichs Kunstturnerinnen präsentierten sich bei der Europameisterschaft in München stark verbessert. Selina Kickinger (NÖ), Carina Kröll (S), Jasmin Mader (T), Alissa Mörz (B) und Charlize Mörz (B) gelang ein extrem starker Wettkampf. Das bedeutete den elften Team-Rang: das bislang beste Turnerinnen-EM-Ergebnis der ÖFT-Geschichte - und damit auch die WM-Qualifikation als Team!

ÖFT-Athletensprecherin Jasmin Mader sorgte für ein kleines medizinisch-sportliches Wunder und turnte nur einen Monat nach ihrer Meniskus-Operation an allen vier Geräten makellos durch: „Das war heute das, worauf wir monatelang hintrainiert haben. Wir sind unheimlich stolz auf unsere gemeinsame Leistung, dieser Wettkampf ist uns aufgegangen. Ich denke, es ist heute allen aufgefallen, dass das österreichische Turnen jetzt sehr schön turnt und immer besser wird.“

Die Top 13 unter den insgesamt 37 vertretenen Länder qualifizierten sich als Teams für die Weltmeisterschaft und den offiziellen Start der Olympia-Qualifikation ab Ende Oktober in Liverpool – somit auch Österreich, dieses klare EM-Hauptziel der ÖFT-Equipe wurde erreicht.

Nationaltrainer Daymon Jones (USA), der das Team gemeinsam mit Patrick Kiens (NED) im 2021 neu eröffneten ÖFT-Bundesstützpunkt in Linz trainiert: „Ich bin nicht nur stolz darauf, wie gut wir heute abgeschnitten haben. Sondern auch, wie sich alle auf dem Weg zu diesem heutigen Moment für das gesamte Programm und den gesamten Prozess eingesetzt haben.“

Die österreichischen Turnerinnen waren in den ersten der vier über den ganzen Tag verteilten Wettkampf-Durchgänge in der Münchner Olympia-Halle gelost worden. Man beendete den Bewerb auf dem dritten Zwischenrang hinter Deutschland und den Niederlanden, dann hieß es lange warten.

Nach dem zweiten Durchgang rangierte man auf Platz 6, ebenso noch nach dem dritten. In der Abend-Rotation zogen dann noch fünf der klar stärker eingestuften Teams vorbei. Doch die Freude über das bisherige Rekord-Ergebnis war im ÖFT-Lager dennoch gewaltig. Dafür wird jetzt der Urlaub aufgeschoben – es geht ja im Herbst zur WM.

Der weitere Plan: Schritt für Schritt bis zu den Medaillen

Trainer Daymon Jones ordnet ein und gibt einen Ausblick: „Wir haben in den letzten Monaten mit dem Fokus auf den Team-Zusammenhalt statt persönlichen Erfolg trainiert. Dank der professionellen Vorbereitung konnten wir Europa heute mit viel Selbstvertrauen zeigen, wie künstlerisch und stabil sich das ‚neue‘ österreichische Turnen präsentieren kann.

Für die nächste Stufe – Finals und Medaillen – fehlt uns noch die Übungs-Schwierigkeit. Aber da dieser Schritt Zeit braucht, wird er für die nächste Periode im Mittelpunkt stehen. Österreichs Turnerinnen werden sich in Zukunft kontinuierlich weiter nach oben arbeiten, Publikum und Wertungsrichterinnen immer mehr zu begeistern wissen.“

ÖFT-Kunstturnerinnen-Sportdirektorin Eva Pöttschacher: „Ich bin sehr stolz auf dieses österreichische Team. Sie haben sich heute hervorragend präsentiert und gezeigt, dass sie ihre Übungen unglaublich stabil abrufen können. Nicht nur das gemeinsame intensive Training mit den beiden Nationaltrainern in den letzten Wochen, sondern auch der Einsatz eines professionellen Umfeldes aus medizinischem Stab, internationalen Wertungsrichterinnen und vielen anderen Teamplayern hat diese Leistung möglich gemacht. Ich bedanke mich bei allen für ihren Einsatz. In den kommenden Jahren können wir von diesen Turnerinnen noch viel erwarten.“

Bislang hatten Österreichs Turnerinnen den 13. Rang aus Bern 2016 als bestes EM-Ergebnis stehen, gefolgt von 2x Platz 14 in den Jahren 2014 und 2008. Ansonsten pendelte man zwischen Positionen rund um Platz 20, zuletzt 2018 war es mit dem 23. Platz eher ein Tiefpunkt gewesen.



12/08/22

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