Main area
.

Rope Skipping ab nun selbständig: Nicht mehr ÖFT-Fachbereich, sondern eigenständig im neugegründeten RSVÖ

Rope Skipping ab nun selbständig: Nicht mehr ÖFT-Fachbereich, sondern eigenständig im neugegründeten RSVÖ

Nach 19 Jahren Mitgliedschaft im Fachverband für Turnen macht sich das österreichische Rope Skipping („Seilspringen“) nun selbständig: In beidseitigem Einvernehmen wurde der „Rope Skipping Verband Österreich“ gegründet, der mit Wirksamkeit zum 1. März 2020 alle österreichischen Aktivitäten dieses Sports auf nationaler wie internationaler Ebene übernimmt.

Die Sportart Rope Skipping war vom Österreichischen Fachverband für Turnen (ÖFT) mit Wirksamkeit zum 1.1.2001 als eigenständiger Fachbereich aufgenommen worden. Seit damals vertrat der ÖFT das österreichische Rope Skipping national wie international. Er führte jährliche Österreichische Meisterschaften durch und verantwortete verschiedenste weitere Aktivitäten von der Einführung des Sportabzeichens „Jump!“ über die Organisation von Übungsleiter-Ausbildungen bis zu Trainingscamps und internationalen Entsendungen.

Beinahe zwei Jahrzehnte erfolgreiche Entwicklung innerhalb des ÖFT

All dies erwies sich als sportlich wie organisatorisch erfolgreich: Es konnten Medaillen bei Großereignissen ebenso gewonnen werden, wie sich die Anzahl der das Rope Skipping betreibenden Vereine seit 2001 mehr als verdoppelte. Österreichs langjährige Rope-Skipping-Spitzenfunktionärin Silke Fürnschuß erarbeitete sich Positionen in der Exekutive der ERSO (European Rope Skipping Organisation) wie der FISAC-IRSF (International Rope Skipping Federation), wurde schließlich im Juli 2019 anlässlich der Europameisterschaft in Graz sogar zur Präsidentin der ERSO gewählt.

Auf globaler Ebene kannte das Rope Skipping bis zum Jahr 2018 zwei sich selbst jeweils als „Weltverband“ titulierende und einander konkurrierende Organisationen, die FISAC-IRSF und die WJR (World Jump Rope). Es folgte ein vom ÖFT grundsätzlich begrüßter Zusammenschluss zu einem einzigen gemeinsamen neuen Weltverband, der IJRU (International Jump Rope Union) ab 2019, da nur so die angestrebte Anerkennung im Weltsportsystem durch die GAISF (Global Association Of International Sport Federations) und das IOC (Internationales Olympisches Comité) erreicht werden kann.

Allerdings gab sich die IJRU selbst Statuten, die es aus mehreren gewichtigen Gründen – von der infrage gestellten Autonomie der nationalen Mitgliedsverbände über inakzeptable Haftungsbedingungen und WM-Teilnahmevorschriften bis hin zu potenziell autoritären Strukturen – dem ÖFT leider verunmöglichte, beizutreten.

Einem entsprechenden einstimmigen Nichtbeitrittsbeschluss des ÖFT-Präsidiums im Mai 2019 folgte eine Nachdenk- und Prüfphase der österreichischen Rope-Skipping-Meinungsbilder, wie mit dieser Situation umzugehen ist. Leider konnten die Gründe für den Nichtbeitrittsbeschluss trotz Interventionen seitens des ÖFT und seiner Rope-Skipping-Verantwortlichen nicht in ausreichender Form beseitigt werden. Daher konnte seitens des österreichischen Rope Skippings entweder auf die Mitwirkung auf Weltebene verzichtet oder der Weg in die Selbständigkeit angetreten werden.

Infolge dessen wurde im Jänner 2020 der Rope Skipping Verband Österreich (RSVÖ) gegründet, der sich die Mitgliedschaft in der ERSO ebenso wie der IJRU zum Ziel gesetzt hat. Mit Wirkung zum 1. März 2020 wird der ÖFT seinen Austritt aus der ERSO erklären und alle seine nationalen wie internationalen Rope-Skipping-Aktivitäten einstellen, um somit den Weg für den RSVÖ frei zu machen.

Der ÖFT empfiehlt Sport Austria (vormals Bundes-Sportorganisation) nachdrücklich, den RSVÖ baldmöglich als neues assoziiertes Mitglied aufzunehmen. Weiters bedankt sich der ÖFT sehr herzlich bei der österreichischen Rope-Skipping-Community für 19 Jahre des gemeinsamen Weges und befruchtenden Miteinanders, wünscht nun das Allerbeste für die weitere eigenständige Entwicklung!

www.rsvoe.at 


zurück