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Kunstturn-WM-Aufgebot nominiert: Drei Frauen und drei Männer kämpfen um die Olympia-Quotenplätze!

Kunstturn-WM-Aufgebot nominiert: Drei Frauen und drei Männer kämpfen um die Olympia-Quotenplätze!

Nach Abschluss der Qualifikationsphase nominierte der Österreichische Fachverband für Turnen (ÖFT) nun sein Aufgebot für die Kunstturn-Weltmeisterschaft vom 4. bis 13. Oktober 2019 in Stuttgart.

Die je drei das volle Kontingent ausschöpfenden Mehrkampf-Startplätze bei Frauen wie Männern erhalten Elisa Hämmerle (V), Jasmin Mader (T) und Marlies Männersdorfer (V), Alexander Benda (St), Vinzenz Höck (St) und Matthias Schwab (V). Das ÖFT-Hauptziel bei der WM: Je ein maximal möglicher Olympia-Mehrkampf-Quotenplatz bei den Frauen wie Männern.

Das gegenüber Rio 2016 deutlich veränderte Olympia-Qualifikations-Reglement des Kunstturnens ist noch komplizierter geworden. Die Hälfte der je 98 Tokio-Tickets bei Frauen wie Männern geht an die besten zwölf Teams (aus diesem Team-Rennen ist Österreich bereits bei der WM 2018 ausgeschieden). Von der verbleibenden anderen Hälfte werden bei der WM in Stuttgart zwölf bei den Männern und 20 bei den Frauen, dabei maximal einer pro Land, fix an die besten Mehrkämpfer/innen vergeben.

Auf diese Mehrkampf-Quotenplätze – bei den Frauen die Addition aller vier Gerätewertungen, bei den Männern aller sechs Geräte – richtet sich der Fokus des ÖFT. Doch da das Rennen um die Olympiatickets nach verschiedenen weiteren Kriterien (siehe unten) bis in den Mai 2020 und teilweise rückbezüglich läuft, könnte auch erst dann feststehen, ob eine WM-Leistung 2019 für das Startrecht in Tokio 2020 gereicht hat.

Realistische Chancen auf Tokio-Tickets

Bei Österreichs Frauen fiel die WM-Nominierungsentscheidung eindeutig. ÖFT-Kunstturnerinnen-Sportdirektorin Eva Pöttschacher: „Elisa Hämmerle, Jasmin Mader und Marlies Männersdorfer überzeugten mit hervorragenden Leistungen. Wir können voll Zuversicht in die WM und mit realistischen Chancen für alle drei in die Olympia-Qualifikation gehen. Jetzt gilt es, weiter zu optimieren, insbesondere bei den gymnastischen Elementen am Schwebebalken und Boden.“

Der Tag X für Österreichs WM-Turnerinnen in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Arena ist der Freitag, 4. Oktober 2019 von 15:30 bis 17:30 Uhr. Die endgültigen WM-Platzierungen werden allerdings erst tags darauf am späten Abend des 5. Oktober nach Abschluss des WM-Auftritts aller 275 Turnerinnen aus 93 Ländern feststehen. Bianca Frysak (W), die heuer an der EM und den European Games teilnahm, scheiterte in der ÖFT-internen Qualifikation mit 2x Platz 4 deutlich. Sie wird allerdings als mögliche Ersatzfrau die weitere WM-Vorbereitung mitmachen.

Knappe Entscheidung bei den Männern.

Bei den Männern war Ringe-Spezialist und Universiade-2019-Silbermedaillengewinner Vinzenz Höck bereits seit Längerem für die WM fix. Dennoch wird Höck in Stuttgart erstmals seit vier Jahren bei einem Großereignis wieder den kompletten Mehrkampf absolvieren. Denn die Olympia-Qualifikationschance scheint etwas paradoxer Weise über diesen Weg größer, als über Höcks Ringe-Ausnahmekönnen. Der 23-jährige Grazer weiß jedoch auch als Allrounder zu überzeugen und entscheid beide ÖFT-internen WM-Qualifikationswettkämpfe für sich.

Ebenfalls unangefochten sicherte sich Alexander Benda seinen WM-Startplatz. Um das dritte Ticket war das Rennen zwischen Matthias Schwab und Severin Kranzlmüller (OÖ) hingegen extrem knapp. ÖFT-Kunstturner-Sportdirektor Fabian Leimlehner: „Schlussendlich haben Nationaltrainer Petr Koudela und ich Schwab wegen seines deutlich höheren Schwierigkeitsgrades den Vorzug gegeben. Kranzmüller wird die weitere Vorbereitung als Ersatzmann mitmachen. Ich bin mit userem aktuellen Status quo sehr zufrieden und erwarte einen spannenden Kampf unserer drei Athleten um das Olympiaticket.“

Der WM-Einsatz der österreichischen Turner findet am Sonntag, 6. Oktober von 10 bis 13 Uhr statt. Die Platzierungen werden allerdings erst nach dem Wettkampf aller 297 WM-Turner am späten Abend des 7. Oktober fest stehen.

www.stuttgart2019.de



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