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Nicol Ruprecht vor der Gymnastik-Europameisterschaft: "Ich will wieder ins Finale!"

Nicol Ruprecht vor der Gymnastik-Europameisterschaft:

Vom kommenden Donnerstag bis Sonntag, 16. bis 19. Mai, finden in Baku (Asderbajdschan) die Europameisterschaften der Rhythmischen Gymnastik 2019 statt. 81 Elite-Gymnastinnen aus 35 Ländern sind gemeldet, dazu 20 Juniorinnen-Gruppen. Entscheidungen stehen für die Elite-Einzelgeräte und für die Nachwuchs-Ensembles auf dem Programm.

Österreichs größte Hoffnungen ruhen einmal mehr auf Nicol Ruprecht. Die 26-jährige in Wien lebende Tirolerin ist – mit zwei Jahren Abstand auf Mitstreiterinnen aus Bulgarien, Estland und Slowenien – die älteste Gymnastin des kompletten Feldes. Sie will „natürlich wieder das Finale erreichen – und sicher nicht nur auf dem letzten Qualifikationsplatz.“

Dieses EM-Mehrkampffinale der besten 24 wird allerdings wie üblich erst im darauffolgenden Jahr, 2020 in Kiew, ausgetragen werden. Als letzte mögliche Olympia-Qualifikation kommt der EM 2020 dann doppelte Bedeutung zu. Umso wesentlicher ist für den Fall des „vorher noch nicht für Tokio qualifiziert“-Falles die Startberechtigung. 2018 in Guadalajara hatte Ruprecht auf Platz 15 trotz eines akuten Bänderrisses ihr bislang bestes EM-Ergebnis (nach Rang 17 bei der EM 2014) erreicht. Doch mittlerweile ist die Konkurrenz noch enger zusammen gerückt.

Vor ihrer bereits neunten Elite-EM seit 2008 und vor dem heutigen Abflug nach Baku zeigt sich Nicol Ruprecht optimistisch: „Ich bin in sehr guter Form und habe heuer bereits mit jedem Gerät die höchsten Wertungen meiner Karriere erreicht. Ich fühle mich sehr stark. Jetzt gilt es, das auch beim ersten Saisonhöhepunkt umzusetzen.“

Acht Elite-Übungen (zwei pro Handgerät, diese sind Ball, Band, Reifen und Keulen) können pro Land im EM-2019-Programm gezeigt werden. Für die „ersten vier“ Küren aus Österreich ist Nicol Ruprecht gesetzt. Für die „zweiten vier“, sie können auch aufgeteilt werden, die 16-jährige Korneuburgerin Lisa Hofmann. Nach dem Bruch ihres Fingers – der sie vor zwei Wochen zwang, die Staatsmeisterschaft auszulassen – ist Hofmanns komplettes Programm allerdings noch mit einem kleinen Fragezeichen versehen. Daher fliegt als Ersatz- bzw. Ergänzungsfrau die 17-jährige Wienerin und Vorjahres-WM-Debütantin Oksana Slavova ebenfalls nach Baku.

Die EM-Auftritte der österreichischen Gymnastinnen sind gemeinsam mit Top-Favorit Russland in der zugelosten Startgruppe C für Freitag (14:30 bis 16:30 MESZ) und Samstag (10:00 bis 12:00 MESZ) angesetzt. Eine Qualifikation Ruprechts für ein Top-8-Gerätefinale am Sonntag ist unwahrscheinlich. Österreichs neuformierte Juniorinnen-Nationalgruppe verzichtet wegen Problemen in der Vorbereitung auf den EM-Start und wird erst bei der Junioren-WM im Juli in Moskau in das internationale Top-Geschehen eingreifen.

RG-EM-Informationen des Europa-Turnverbandes UEG

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