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Parkour

Der jüngste Sport in der ÖFT-Familie heißt „Parkour“. Denn der Weltturnverband FIG hat diese Art des Turnens Ende 2018 offiziell als Sparte aufgenommen. Eines der Hauptziele der FIG: Turnen auch in Ländern/Regionen organisiert möglich zu machen, wo es keine/kaum klassischen Turngeräte gibt.

Doch auch bei uns in Österreich kann jede*r bei Parkour mit dabei sein und es ausprobieren: aktive und Ex-(Wettkampf)-Gerät-/Kunstturner*innen finden bei dieser besonders faszinierenden Bewegungsart ebenso viel Potenzial, wie Neueinsteiger*innen.

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Die FIG ist Mitglied der Olympischen Bewegung und der GAISF (Global Association Of International Sport Federations). Daher ist im internationalen Sport nun allein die FIG für Parkour offiziell zuständig – und sonst niemand. Auf der nationalen Ebene sind es die jeweiligen FIG-Mitgliedsverbände, in Österreich also der ÖFT.

Diese neue Abhängigkeit und Einordnung missfällt einigen in der Parkour-Community. Sie bedeutet jedoch auch alle Vorteile und offenen Türen, die solch eine offizielle Anerkennung mit sich bringt.

Der ÖFT erklärte sich nach der Aufnahme von Parkour in die FIG für diesen Sport zuständig. Seit damals werden vom ÖFT die FIG-Maßnahmen wahrgenommen und die Veranstaltungen entsprechend beschickt. Dem gegenüber steht in Österreich ein knapp vor der FIG-Aufnahme gegründeter Parkour- & Freerunning-Verband (ÖPFV), der eine kleine Gruppe von Vereinen umfasst, die ihre Unabhängigkeit bewahren wollen.

„Parkour“, „Freerunning“ – oder beides?

Eigentlich geht es um zwei verschiedene Sportarten oder Bewegungsformen. „Parkour“ (ursprüngliche Definition: „am schnellsten/effizientesten Weg von A nach B“) hat sich als übergeordneter Sammelbegriff durchsetzt. Doch der dominierende Großteil dessen, was weltweit wie in Österreich ausgeübt wird, ist eigentlich „Freerunning“. Dieses konzentriert sich auf das „Tricking“ und die „Kunststücke“.

Du hast noch keine konkrete Vorstellung? Dann folge z.B. auf Instagram einigen großen Parkour-Accounts oder sieh dich auf Youtube um.

Ein Wettkampfsport – ja oder nein?

Die Szene zerfällt weltweit in jene, die Wettkämpfe strikt ablehnen und jene, die den Leistungsvergleich suchen, gerne an Contests udgl. teilnehmen. Für die einen ist Parkour gar kein „Sport“, sondern Bewegungskunst. Daher grenzt man sich sogar vom Begriff Sport ab. Für die anderen hat die FIG vorerst zwei Wettkampfdisziplinen genormt: Speed (auf Zeit über Hindernisse von A nach B) und Freestyle (ähnlich dem Bodenturnen und tlw. dem Reckturnen, mit Bewertung). Doch da ist noch viel Dynamik drin – und die kommenden Jahre werden wohl erst zeigen, was sich endgültig bei den Wettkämpfen durchsetzt.

Wo findet Parkour statt?

Im Prinzip gibt es Parkour überall. Es gilt zwar als hauptsächlich „urban“ – es wurde in den Vororten von Paris erfunden – wird aber ebenso gut überall in der freien Natur ausgeübt. Und natürlich in/auf allen Sportstätten – indoor wie outdoor. Es gibt eigene Parkour-Parks und Hallen. Doch auch alle möglichen Turngeräte eignen sich bestens für Parkour – obwohl sie dann oft (aus der klassischen Gerätturn-Perspektive betrachtet) sehr unkonventionell zum Einsatz kommen.

Wer hilft mir beim Start?

Unter den 450 österreichischen Turnvereinen bieten zurzeit rund zwei Dutzend eigene Parkour-Einheiten an (das sind immerhin mehr Vereine, als solche, die die ÖFT-Sparten Trampolinspringen oder Sportaerobic betreiben). Ganz abgesehen davon, dass es quer durch fast alle Turnvereine schon seit jeher viel Parkour-Übungsgut in den vielseitigen Kinderturn-Einheiten gibt. Dazu kommen die gut ein Dutzend Mitglieder des ÖPFV, die sich voll auf Parkour konzentrieren, jedoch nicht dem ÖFT angehören.

Solltest du beim Googeln nicht fündig werden: In der ÖFT-Zentrale (office@oeft.at, Tel. 01 505 51 79) wird man sich bemühen, dir „auf die Sprünge“ 😊 zu helfen!

https://parkour.sport