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Sportaerobic

Staatsmeisterschaft Sportaerobic

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Step Aerobic

Sportaerobic - das Wichtigste in Kürze

Jeder kennt „Aerobic“ als tolle Methode um fit zu bleiben oder werden. Doch „Aerobic“ ist auch ein trendbewusster Hochleistungssport, den der Österreichische Fachverband für Turnen fördert. 

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Definition der Sportaerobic:

„Sportaerobic ist die Fähigkeit, komplexe und hoch intensive Bewegungsmuster – die ihren Ursprung in traditioneller Fitness-Aerobic haben – ohne Unterbrechung mit einem hohen Grad an perfekt ausgeführten Schwierigkeitsteilen zu Musikbegleitung vorzuführen. Eine Übung/Kür muss Kreativität mit der perfekten Integration aller Bewegungen, der Musik und Ausdruckskraft verbinden“ (Weltturnverband FIG).

Was haben nun das Training und die Wettkämpfe der Sportaerobic mit der üblichen Fit-Aerobic in den Turnvereinen zu tun?

Auf den ersten Blick zirka so viel, wie ein Schraubensalto mit dem Erlernen der Rolle vorwärts. Sportaerobic ist ja sogar das Gegenteil von „aerob“. Der Name ist eigentlich Unsinn, am Ende ihrer Kür sind die Sportler/innen in einem höchst „anaerobem“ (auf gut Deutsch: in atemlosem) Zustand. Doch da die grundsätzlichen Bewegungen des Leistungssports und der Fitnessaktivität dieselben sind, gibt es kaum jemanden, der die enge Verwandtschaft bestreitet.

Wer betreibt Sportaerobic?

Das Spektrum der Sportaerobicer/innen ist weit gestreut. Da sind jene, die über eine Karriere als Trainer, Übungsleiter oder Presenter in den Fitness-Studios dazu gestoßen sind.  Weiters ist da die große Gruppe ehemaliger Leistungsturner/innen und –gymnastinnen, die ein neues Standbein gefunden haben. Denn mit einer soliden Ausbildung im Kunstturnen oder in der Rhythmischen Gymnastik fällt es verhältnismäßig leicht, schon in relativ kurzer Zeit ein hohes Aerobic-Niveau zu erreichen. Viele Athlet/inn/en starten jedoch schon von Kindesbeinen an spezialisiert in der Sportaerobic.

Die Entwicklung der Sportaerobic von den Anfängen bis heute.

Erste Aerobic-Wettkämpfe wurden in den 1980er-Jahren ausgetragen - diese Sportart ist weltweit also noch vergleichsweise jung. Phasenweise bestanden rund um die Jahrtausendwende sogar bis zu fünf sogenannte „Weltverbände“, die sich gegenseitig mit jeweils unterschiedlichen Reglements und Bewerben Konkurrenz machten. Doch das ist längst Schnee von gestern. Denn seit 1995 widmet sich der Weltturnverband FIG der Sportaerobic - und setzte sich infolge Schritt für Schritt durch. Heute bestimmt eindeutig die FIG das internationale Geschehen - und veranstaltete 2016 in Korea bereits die 14. Sportaerobic-Weltmeisterschaft.

Der österreichische Weg.

Vor diesem Hintergrund startete 1999 die Aerobic-Initiative des ÖFT. Bald entwickelten sich in Vorarlberg, Tirol, Oberösterreich, Wien und Niederösterreich mehrere Trainingsgruppen. Ein Schneeballeffekt setzte ein. 2000 wurde erstmalig eine Österreichische Meisterschaft veranstaltet. Seit 2003 ist Österreich der Gastgeber des jährlich stattfindenden „Austrian Aerobic Open“, das sich bereits zum Fixpunkt im Kalender der FIG entwickelt hat. 2016 wurde außerdem der „ÖFT-Basis Cup“ ins Leben gerufen, die Wettkampfform für Breitensportler/innen.

Österreichs beste Aktive haben sich international bei EM, WM, den World Games und im Weltcup bereits einen guten Namen gemacht. Allen voran Lubi Gazov: Die 15-fache Österreichische Meisterin und Staatsmeisterin gewann 2012 WM-Bronze, 2013 EM-Silber und World-Games-Bronze und wurde schließlich 2014 sogar Weltmeisterin! Dazu kamen zahlreiche auf mehrere Jahre verteilte Weltcupsiege, 2015 blieb Lubi Gazov ungeschlagen. Österreichs Aushängeschilder seit Gazovs Rücktritt sind Jasmin Strobl und Michelle Sieberer.

Rotweißrote Trainingsorte und Leistungszentren:

Sportaerobic ist derzeit in vier österreichischen Bundesländern vertreten: Oberösterreich, Niederösterreich, Tirol und Wien - und es nehmen insgesamt knapp ein Dutzend Vereine aktiv am Wettkampfgeschehen teil. Die wichtigsten Leistungszentren befinden sich in Linz, Stockerau und Wörgl. Wer Sportaerobic als Leistungssport betreiben möchte, kann/soll schon im Volksschulalter damit beginnen. Anfangs genügt 2x bis 3x wöchentliches Training von 1 1/2 bis 2 Stunden.

Das Reglement:

Jede Sportaerobic-Choreografie/-Kür besteht aus den sieben Basisschritten, die in Variationen ausgeführt und mit Armen/Händen kombiniert werden. Ziel ist, keine Schrittkombinationen zu wiederholen. Die Basisschritte werden mit den Elementen (der Gruppen Push Ups, Stütze, Sprünge und Beweglichkeit) choreografisch verbunden.

Die sieben Basisschritte:

  1. March.
  2. Jog.
  3. Skip.
  4. Knee Lift.
  5. Kick.
  6. Jumping Jack.
  7. Lunge

Die Elemente:

Eine Sportaerobic-Kür enthält bis zu zwölf Elemente im Wert von je 0,1-1,0 Punkten. Aus jeder der vier Elementegruppen (Push Ups, Stütze, Sprünge und Beweglichkeitselemente) muss mindestens ein Element enthalten sein. Maximal sechs Bodenelemente, zwei Push-Up- und zwei Spagat-Landungen sind erlaubt. Diese Elemente sind ausgewogen in der Kür zu platzieren.

Die fünf Wettkampf-Disziplinen:

  • Einzel Frauen (Individual Woman = IW)
  • Einzel Männer (Individual Man = IM)
  • Gemischtes Paar (Mixed Pair = MP)
  • Trio (Trio = TR)
  • Gruppe (Group = GR)

Trios und Gruppen können je nach Belieben gemischt werden (Männer und/oder Frauen - es treten also bis hinauf zur WM auch Frauen direkt gegen Männer an). Mixed Pairs, Trios und Gruppen müssen Altersklassen bedingt bis zu zwei Hebungen ausführen.

Übungsdauer und Musik:

Eine Übung ist bis zu 1:30 min lang. Die Musik hat zumeist ein Tempo von 140 bis 160 BpM (Beats per Minute). Mehrere Musikstücke können gemischt werden. In der Sportaerobic ist im Gegensatz zum Turnen oder zur Rhythmischen Gymnastik Gesang mit Worten erlaubt. Musiken aus den aktuellen Charts sind daher bei den Athlet/inn/en sehr beliebt. Themen wie Krieg, Gewalt, Religion oder Liebe dürfen aber nicht vorkommen.

Die Wettkampffläche:

Die Wettkampffläche ist  10 x 10 Meter groß. Für einzelne Kategorien im Nachwuchs-, Jugend- und Junior/inn/en-Bereich misst die Wettkampffläche 7 x 7 Meter.

Seit 2012 sind darüber hinaus auch Aerobic Step und Aerobic Dance im Wettkampfprogramm.

Aerobic Dance:

Aerobic Dance ist ähnlich wie die Sportaerobic. Es dürfen allerdings keine Elemente geturnt werden.  Die Musiklänge beträgt 1:20 min. In die Musik müssen 32 Beats HipHop Musik geschnitten werden und dazu auch eine HipHop-Choreographie getanzt werden.

Aerobic Step:

In der Aerobic.Step-Kür können Elemente eingebaut werden, werden aber im Gegensatz zur Sportaerobic nicht gewertet. Eine Übung muss altersklassenabhängig aus vier bis acht Sportler/innen bestehen die zu einer 1:20 Minuten langer Musik steppen. Auch Hebungen wie bei der Sportaerobic und Aerobic Dance sind nicht erlaubt.




Sportaerobic

Sportaerobic - die Bewertung

Jede Sportaerobic-Choreografie/-Kür besteht aus den sieben Basisschritten (March, Jog, Skip, Knee Lift, Kick, Jumping Jack, Lunge), die in Variationen ausgeführt und mit Armen/Händen kombiniert werden. Ziel ist, keine Schrittkombinationen zu wiederholen. Die Basisschritte werden mit den Elementen (der Gruppen Push Ups, Stütze, Sprünge und Beweglichkeit) choreografisch verbunden.

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Die Elemente:

Eine Sportaerobic-Kür enthält bis zu zwölf Elemente im Wert von je 0,1-1,0 Punkten. Aus jeder der vier Elementegruppen (Push Ups, Stütze, Sprünge und Beweglichkeitselemente) muss mindestens ein Element enthalten sein. Maximal sechs Bodenelemente, zwei Push-Up- und zwei Spagat-Landungen sind erlaubt. Diese Elemente sind ausgewogen in der Kür zu platzieren.

Das Kampfgericht:

Will man in der Sportaerobic als Kampfrichter/in fungieren, muss man eine international genormte Prüfung bestehen und daher ein hohes Maß an Fachkenntnis und Situationsgewandtheit besitzen.

Notenvergabe:

Das Kampfgericht besteht für jede Übung aus einer D-, einer A- und einer E-Jury. Die D(ifficulty)-Jury bewertet die Schwierigkeitselemente, d.h. die Elemente die in der Kür enthalten sind (z.B. Push Ups, Stütze, Sprünge oder Beweglichkeitselemente). Die A(rtistic)-Jury bewertet den Künstlerischen Wert, d.h. Choreografie, Musikauswahl, Präsentation oder Interaktionen. Die  E(xecution)-Jury schließlich beurteilt die Ausführung – wie schön/sauber/korrekt werden die Schwierigkeitselemente bzw. die Basisschritte vorgeführt?

Die A- und E-Noten haben einen Höchstwert von jeweils 10.0, die D-Note ist nach oben hin offen. Die Noten für die weltbesten Athleten bewegen sich meist zwischen 19,0 und 22,0 Punkten.

Die Elemente der Difficulty-Note sind eingeteilt in A- (0,1 Punkte), B- (0,2 Punkte) usw.  bis G-Teile (0,7 Punkte) bei den Juniorinnen sowie I (1,0 Punkte) bei der Elite.

Nur Schwierigkeitselemente, die Minimalkriterien erfüllen, fließen in die Note ein. Dasselbe gilt für die Artistik-Note – nur für eine artistisch exzellente Übung kann man Höchstnoten erhalten. Bei der Ausführungs-Note werden vom Maximum 10,0 durch Subtraktion alle visuellen Fehler  abgezogen – in einer Spanne von 0,1 bis 0,5 Punkten, je nach der Schwere des Fehlers.

Alle Übungen werden mittels bestimmter Symbole in die dafür vorgesehenen Formulare eingetragen. Diese Formulare dienen als Hilfe für die Difficulty-Kampfrichter/innen.

Alle Details zu den Elementen, Übungen und ihrer Bewertung findet man in den internationalen Wertungsvorschriften der FIG, die auf www.fig-gymnastics.com in der Sektion „Rules“ gratis als Download zur Verfügung stehen.




Ansprechpartner/innen

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ÖFT-Verantwortungsträger/innen

Bundesfachwartin Nadja Grabler grabler.nadja@drei.at Tel. 06604752155
Sportkoordinatorin Franziska Rath franziska.rath@oeft.at Tel. 015055179
Kampfrichterobfrau Dr. Christina Philippi chris.phil@gmx.at Tel. 065053310249
Kadertrainings Gabriela Sieberer gabi.sieberer@chello.at Tel. 06767378899

Landesfachwart/inn/en

Niederösterreich Martin Strobl strobl.martin@aon.at Tel. 0664807536027
Oberösterreich Brigitte Philippi brigitte.philippi@liwest.at Tel. 0732245676
Tirol Helga Galvan sportaerobic1@yahoo.de Tel. 069919590177
Wien Lisa Seitlinger lisa.seitlinger@24speed.at Tel. 0676841427810